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      Generalstreik der ehrenamtlich tätigen Menschen

      Gerhard · Friday, 5 April - 23:04

    Wir haben in Deutschland etwa 18.000.000 Menschen, die ehrenamtlich tätig sind. Das sind 18.000.000 Menschen, die ohne jede Bezahlung vor allem im sozialen Bereich Menschen helfen. Stellen wir uns mal vor, diese Menschen würden in einen (unbefristeten) Warnstreik treten - Deutschland stünde still, stiller als wenn GDL oder ver.di streiken würden. Diese Menschen würden für Menschenwürde, Menschenrechte, ein gesundes Sozialwesen streiken, und nicht wie die Gewerkschaften für sich sich selbst und für ihre eigenen Finanzen. Aber leider sind die Gewerkschaften nicht sozial gestrickt. Ihnen geht es wie den Unternehmern ausschließlich um die eigenen finanziellen Vorteile. Sie vertreten ausschließlich Menschen in Arbeit, arme Menschen sind für sie Außenseiter, für die zu kämpfen nicht lohnt.

    Aber zu diesem Generalstreik wird es nie kommen, weil diese Menschen keine Organisation haben, die sie vertritt. In unserer Leistungsgesellschaft geht es schließlich nicht um soziale Werte, sondern um Geld und persönlichen Vorteil.

    #gerhardsgedankenbuch #Ehrenamt #generalstreik #menschen #gdl #verdi #menschenwürde #menschenrechte #gewerkschaften #unternehmer #außenseiter #organisation #leistungsgesellschaft #werte #geld #vorteil

    Meine Gedanken zu den verschiedensten Themen des Lebens – engagiert, parteiisch, persönlich, authentisch und für Menschen, die sich eigene Gedanken machen. Die Gedanken dürfen sehr gerne auch in den Kommentaren geäußert werden.

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      Gespräche mit meinen Eltern

      Gerhard · Tuesday, 2 April - 15:06

    Meine Eltern sind schon weit über zehn Jahren tot. Ich muss immer wieder an sie denken und führe dann mit ihnen Gespräche in meinem Kopf. Unser Familienleben war schwierig und von viel Sprachlosigkeit durchzogen. Konfliktfähig waren wir alle nicht. Meine wesentlichen Worte an Sie sind

    Sterben will ich noch lange nicht. Doch wenn ich dereinst zu euch in den Himmel komme, möchte ich mit euch absolut friedlich zusammen sein und die Ruhe, Zugewandheit und Gelassenheit leben, die wir auf Erden nicht hatten.

    Wer von Euch führt mit verstorbenen lieben Menschen auch solche Gespräche?

    #gerhardsgedankenbuch #eltern #gespräche #tod #gespräche #kopf #familienleben #sprachlosigkeit #konfliktfähigkeit

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      Krieg und Diplomatie

      Gerhard · Sunday, 31 March - 21:22 · 1 minute

    Schon seit Beginn unterstützt der Westen die Ukraine nur militärisch. Es wird nur darüber geredet, wie man die Ukraine militärisch unterstützen kann. Anfangs las und hörte man noch von diplomatischen Bemühungen, aber das ist lange her. Mittlerweile werden wir von den Parteien und Medien nur noch auf die Fortsetzung des Ukraine-Krieges eingeschworen. Diplomatie - was ist das? Und Selenskyj stellt sich nur hin und schreit Mehr Waffen - mehr Waffen - mehr Waffen!

    Es gibt bestimmt auch die ein oder andere diplomatische Bemühung. Doch warum wird darüber nicht genau so oft berichtet wie über die Bemühungen der militärischen Kreise? Dann würden ja die "Argumente" für die weitere Militarisierung unserer Gesellschaft entfallen - ich sage nur "Militär an den Schulen" - offener kann die Politik sich nicht gegen den Frieden stellen. Das Thema Frieden müsste und muss ein Hauptfach an unseren Schulen werden!

    Und auch der ständig aktive Kampf gegen die rechtsextreme AfD gehört unmittelbar vor Ort dazu. Auch wenn wir noch in äußerem Frieden leben, der Ukraine-Krieg hat bewiesen, wie schnell sich das ändern kann.

    Vergessen wir auch eins nicht: Das Ende des Ukraine-Krieges würde noch keinen Frieden schaffen, sondern erst einmal nur einen Waffenstillstand. Ein belastbarer Frieden ist jahrelange Arbeit. Und diese Arbeit darf nicht erst nach einem Waffenstillstand beginnen, sondern muss im Heute vorbereitet werden!

    #gerhardsgedankenbuch #krieg #diplomatie #afd #noafd #militarisierung #frieden #schulen #gesellschaft #waffenstillstand

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      Einseitige Kontakte

      Gerhard · Monday, 25 March - 13:09 · 1 minute

    Viele Kontakte habe ich nicht. Sie würden mir auch genügen, wenn es zweiseitige Kontakte wären, d.h. Kontakte, die von beiden Seiten ausgehen und nicht nur von meiner Seite. Doch um die zweiseitigen Kontakte zu zählen, könnte man mir eine Hand vollständig und von der anderen Hand einige Finger abhacken. Das macht mich traurig und wütend, ist aber nicht zu ändern, weil meine Initiativen diese Kontakte auch nicht zu zweiseitigen Kontakten machen.

    Die tatsächlichen Gründe dafür kenne ich nicht. Und so Sätze wie "Du bist mir sehr wichtig, aber . . ." oder "Ich würde mich gerne mit Dir treffen, aber . . ." oder "Ich wollte Dich immer mal anrufen (Dir schreiben), aber . . ." sind bereits inflationärer als die Geldentwertungen der letzten Jahre, weil sie in der Luft hängen bleiben und nicht bei mir ankommen.

    Bereits zwei Mal in meinem Leben habe ich darum solche Kontakte aufgeräumt, indem ich mich bei diesen Menschen nicht mehr gemeldet habe. Und diese Menschen haben indirekt bewiesen, dass ich ihnen nicht (mehr) wichtig genug war, um den Kontakt mit mir zu pflegen. Darunter sind Menschen, die mir heute noch wichtig sein könnten, die sich aber nie wieder bei gemeldet haben. Bei einigen von ihnen habe ich versucht, den Kontakt wieder aufleben zu lassen - leider vergeblich.

    Zwar versuche ich noch, die Fäden zu einigen Kontakten nicht abreißen zu lassen, aber ich glaube, ich könnte es auch sein lassen. Wer sich bei mir nicht melden, möchte an meinem Leben auch nicht teilhaben.

    #gerhardsgedankenbuch #kontakte #einseitigkeit #ankommen #kontaktpflege #teilhabe

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      Mein persönlicher Datenschutz

      Gerhard · Sunday, 24 March - 18:23 · 1 minute

    Mir liegt Datenschutz zwar sehr am Herzen, aber ich lebe ihn nicht widerspruchsfrei:

    ~ Ich habe ein Google-Konto, das ich auch nutze - als zweites Email-Konto und als Anbieter für mein Blog. ~ Allein mit meinem Blog gebe ich sehr viel Persönliches von mir preis. Das würde sich auch nicht ändern, wenn ich mein Blog selbst hosten würde, weil die Beiträge in beiden Fällen öffentlich wären. Nichtsdestotrotz achte ich dort sehr sorgfältig auf den persönlichen Datenschutz der Menschen, über die ich schreibe. Ausgenommen sind die Personen, die ohnehin in der Öffentlichkeit stehen. ~ Facebook & Co. meide ich mit Ausnahme von WhatsApp. Dort habe ich derzeit jedoch nur zwei unregelmäßige Kontakte. ~ Zur Nutzung von Google auf dem Desktop und auf dem Smartphone (Android) gibt es zwar Alternativen. Aber für deren Einrichtung fehlen mir Geduld und Wissen.

    Und wie sollte ich meine persönlichen Daten gegenüber Behörden - z.B. Jobcenter und Sozialamt - schützen? Das ist absolut unmöglich. Gegenüber diesen Behörden kann ich mich weder auf Datenschutz noch auf Privatsphäre berufen, weil ich dann keine Leistungen bekäme und auf die Straße "umziehen" müsste. Ich finde diesen fehlenden Datenschutz am Gefährlichsten, weil mir die Behörden meine Existenzgrundlage entziehen können. Und ohne Geld bzw. mit viel zu wenig Geld nutzt mir der Datenschutz im Internet rein gar nichts.

    Zudem bin ich in meinem Blog, in meinen sozialen Netzwerken und in Kommentaren mit meinem Klarnamen unterwegs. Für manche mag das Dummheit sein, für mich ist es Authentizität - ich stehe zu dem, was ich sage und schreibe.

    #gerhardsgedankenbuch #datenschutz #blog #google #facebook/meta #geduld #wissen #sozialamt #privatsphäre #existenzgrundlage #klarname #authentizität

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      1950 - was geschah im Jahr meiner Geburt?

      Gerhard · Wednesday, 20 March - 17:59 · 1 minute

    Wenn ich in der Zeit zurückschaue, um mein Denken und Fühlen besser einordnen und verstehen zu können, spielt das Jahr meiner Geburt eine wichtige Rolle, weil damit alles anfing. Hier eine kleine Auswahl:

    1. Januar: Israel erklärt Jerusalem zur Hauptstadt von Israel.
    2. Januar: US-Präsident Harry S. Truman ordnet den Bau der Wasserstoffbombe an.
    3. Februar: Gründung des Ministeriums für Staatssicherheit in der DDR
    4. März: In den Vereinigten Staaten veröffentlicht das FBI die erste Liste der zehn meist gesuchten Flüchtlinge.
    5. April: Der Weltfriedensrat fordert in Stockholm die Ächtung der Atombombe.
    6. April: Die letzten Lebensmittelmarken verlieren in Westdeutschland ihre Gültigkeit. In der DDR gibt es Lebensmittelmarken noch bis 1958.
    7. Juli: In Südafrika wird mit der Umsetzung des Population Registration Act begonnen. Das Gesetz definiert Gruppen von Rassen und ist eine Stütze der Apartheidpolitik.
    8. Juli: Der Zentralrat der Juden in Deutschland wird gegründet.
    9. Juli: Der Elefant Tuffi springt aus der fahrenden Wuppertaler Schwebebahn.
    10. August: Gründung der ARD. Gründungsmitglieder sind BR, HR, RB, SDR, SWF und NWDR sowie mit beratender Stimme RIAS Berlin.
    11. August: Gründung des Technischen Hilfswerks
    12. September: Mit Schwarzwaldmädel hat der erste deutsche Farbfilm nach Kriegsende in Stuttgart Premiere. Er leitet eine Ära des Heimatfilms in Westdeutschland ein.
    13. September: Erste Volkszählung in der Bundesrepublik Deutschland
    14. Oktober: Ab diesem Tag erhalten Eltern in der DDR für die Geburt eines Kindes ein Begrüßungsgeld.
    15. Oktober: Frankreich verliert im Indochinakrieg die Festung Cao Bäng an die Aufständischen.
    16. Oktober: Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe nimmt seine Tätigkeit auf.
    17. November: Die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten wird unterzeichnet. Das für mich persönlich allerwichtigste Ereignis jedoch fand in der zweiten Dezemberhälfte statt - der Tag meiner Geburt.
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      Warum es keine Powerfrauen gibt

      Gerhard · Tuesday, 19 March - 23:59 · 1 minute

    Dieser Begriff bezieht sich ausschließlich auf Frauen, die gutes Geld verdienen und danach in ihren beruflichen wie menschlichen Eigenschaften bewertet werden. Das soll ablenken von all den Frauen, die wirtschaftlich zwar keinen oder nur existenzsichernden Erfolg haben, die aber die Powerfrauen sind, wenn es um zwischenmenschliche Erfolge geht:

    • Ich denke in erster Linie an die allein erziehenden Mütter, die von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) leben müssen. Und die es dennoch schaffen, das Leben für sich und ihre Kinder zu meistern und ihren Kindern noch vorleben können, dass das Leben trotz Armut lebenswert ist.
    • Ich denke an die Frauen, die ihre letzte Lebensmöglichkeit im Alkohol sehen und es mit sehr viel Kraft und Lebensenergie schaffen, sich aus diesem Sumpf zu befreien und ein wertvolles Leben ohne Alkohol zu leben.
    • Dasselbe gilt für die Frauen, die Drogen als Endstation sehen und die sich erfolgreich zurück kämpfen ins Leben.
    • Ich denke an die Frauen, die von Vergewaltigern als Sache missbraucht und entehrt werden und die dennoch die Kraft haben, sich nicht ihrer Würde und Ehre berauben zu lassen und wieder ein Leben zu leben, das weitgehend frei ist von Hass und Rachegedanken.
    • Ich denke an all die missbrauchten Mädchen - oft missbraucht von "nahe stehenden" Menschen -, die es äußerst schwer haben, wieder ins Leben zurück zu kehren.

    Der Begriff Powerfrauen ist ein häufig in einseitigem Sinne missbrauchter Begriff. Ich würde den Begriff lebensfähige Frauen vorziehen, weil sich Lebensfähigkeit nicht mit allem Reichtum der Welt kaufen lässt, sondern eine Charaktereigenschaft von Frauen (und Menschen überhaupt) ist, die die Höhen und die Tiefen des Lebens bewusst und annehmend erlebt haben und immer wieder erleben.

    Eigentlich sollte man davon ausgehen können, dass wir Menschen mit zunehmendem biologischem Alter auch geistig, seelisch und charakterlich wachsen. Doch aus meinen Erfahrungen und meiner Wahrnehmung ist dem ganz und gar nicht so. Ich kenne in diesen Bereichen gewachsene junge Menschen und unterentwickelte ältere Menschen ebenso wie unterentwickelte junge Menschen und gewachsene ältere Menschen.

    Reife ist offensichtlich keine Frage des Alters, sondern eine Frage des bewussten und verantwortungsvollen Umgangs des Einzelnen mit seiner Umwelt, seinen Mitmenschen und mit sich selbst. Und Reife ist meines Erachtens nie abgeschlossen, sondern eine stetige Entwicklung.